The Twist: Das Zentrum für Politische Schönheit

The Twist: Das Zentrum für Politische Schönheit und Donald Trump

Der hat gesessen! Das nenne ich mal einen Twist. Bisher ist das Zentrum für Politische Schönheit ja eher durch durchs Auffallen aufgefallen, aber der jetzt war gut. Mit solchen Leuten kann die Partei was anfangen. Als Autor dessen Debüt den Titel  „Der Denunziant“ trägt, hatte ich mir gestern eigentlich vorgenomme, etwas kritisches über die Genossen zu verfassen. Nicht unbedingt wegen des denuzierens von Menschen, denn die Frage lautet ja selbstverständlich immer: wer wird durch wen denunziert ?  Einem Josef Mengele  sollte man keinen angenehmen Lebensabend gewünscht haben, sondern einen anständigen Denunzianten next door, einen,der sein Handwerk versteht.  Dazu kann man natürlich auch anderer Meinung sein.

Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrats, Olaf Zimmermann, sprach von einer „problematischen Kunstaktion, die nicht zur Aufklärung beiträgt, sondern nur der Spaltung unserer Gesellschaft weiter Vorschub leistet“. Dabei spiele es keine Rolle, „ob der Pranger real oder Fake ist, und schon gar nicht rechtfertigt das Ziel dieses Mittel“, sagte Zimmermann.(DIE ZEIT)

Der Spaltung unserer Gesellschaft wird Vorschub geleistet? „Geh mal arbeiten“, möchte man ihm zurufen. Die Spaltung unserer Gesellschaft kommt von Scheiß-Löhnen, Ausbeutern wie Oliver „Gerechtigkeit ist ein marxistischer Begriff“ Bäte (Allianz, Jahresgehalt 6,2 Mio Euro) und der zwanghaften Verwertung noch des letzten Reifenabriebes auf der Straße. Ich bin in den 90igern im Osten aufgewachsen, dass läuft unter Abreibung würde ich sagen.

Aber ja: Am Zentrum störte mich bisher nur die Abwesenheit der Klassenfrage in ihren Aktionen, dass meine ich ernst. Holocaust, Flüchtlinge, Waffenfabriken. Schön und gut, das muss man bearbeiten, auch „agressiv humanistisch“, wenn einer will. Aber das bringt das ZPS aber nur ins Fernsehen. Radikale Fragen und Antworten auf den Dreiklang Eigentum, Verteilung, Herrschaft bringen einen nach wie vor direkt in den Knast oder als Paketfahrer zu Amazon.

Aber sei es drum: Diese Fangschalte war eine Spitzenleistung.

Jedem Besucher der Seite wurde ein zufälliges Sample aus nur 20 Profilen pro Kategorie ausgespielt. Viele von Euch braunen Mobbern haben dann sofort die Suchfunktion genutzt und oftmals zuerst den eigenen Namen gesucht. Die Suchdaten wurden gemäß Datenschutzbestimmung wie bei allen Web-Suchdiensten mitgeloggt und einer pseudonymisierten Benutzerkennung zugewiesen. Als nächstes haben mehr als 62 Prozent der relevanten Besuchergruppe unsere Datenbanken nach Familienangehörigen durchforstet, bevor im Schnitt nach 6,72 Freunden oder Bekannten gesucht wurde.

Je nach Anfrage haben wir bei erneutem Besuch oder Reload (ja, deshalb haben wir nur 20 Profile ausgespielt und um Reload gebeten) ein neues Sample angezeigt. Die Suchanfrage förderte nicht nur jede Menge vollständiger Namen zutage, sondern auch Wahrscheinlichkeitswerte: wenn Du uns einen von 1.500 Namen gibst, die wir schon kennen (insbesondere, wenn er nicht ganz so prominent oder gar nicht bekannt ist), dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Du mehr von dem weißt, was wir wissen wollen. Die Datensätze boten die einmalige Möglichkeit, das „Netzwerk Chemnitz“ auszuleuchten. Mittels Netzwerkanalyse und Datenvisualisierung waren Freundeskreise, Knotenpunkte, Mitläufer und Aufenthaltsorte relativ einfach auswertbar. Die Ausgangsprofile haben wir gescored und die Scoring-Werte färbten wiederum auf die Gewichtung der Gesuchten ab. (Webseite ZPS)

Und jetzt? Werden mit den von KI gesteuerten Allgorithmen die Todeslisten vervollständigt?

Ach, und der Trump hat auch wieder eine Sohle aufs Parkett gelegt: Militärbudget kürzen, Abrüstungsverhandlungen mit Russland und China. Wenn er so weiter macht, muss Barak „Drohnenkrieg“ Obama seinen Friedensnobelpreis noch an ihn abtreten.

Was für ein Tag, politisch und privat.