Veröffentlichungen

Apokalypse in Pasewalk

Tonatiuh oder Apokalypse in Pasewalk, Periplaneta, 2019, Berlin, 218 S.

Daniel Marschall überrascht mit einen cleveren Crossover-Roman, in dem Medien-Satire auf Social-Fiction trifft – dort, wo man beides überhaupt nicht vermutet: in den unendlichen Weiten Mecklenburg-Vorpommerns.

Konrad Fall war einmal ein großer Journalist. Doch in den letzten Jahren war seine Karriere von Alkoholproblemen und beruflichem Abstieg bestimmt. Dass er nach Pasewalk geschickt wird, um dort vom prophezeiten „Weltuntergang“ zu berichten, versucht er als Chance zu begreifen.
Konrad Fall möchte das Ende des Azteken-Kalenders nutzen, um auf der Karriereleiter wieder nach oben zu klettern. Aber selbst in Mecklenburg-Vorpommern gibt es viele nervige Widerstände zu überwinden: Selbstfahrende Autos, die größere Paragraphenreiter sind als die zuständigen Behörden, eine künstliche Intelligenz, die jede Berichterstattung bestimmen will und natürlich die größte Fehlerquelle von allen: die Menschen – allen voran Konrad Fall selbst.

Amazon, Hugendubel, Thalia, Periplaneta

Der Denunziant, Renneritz Verlag, 2017, 373 S.

Die Geschichte einer Flucht aus einem ungewöhnlichen Blickwinkel. Ein spannungsreicher und an merkwürdigen Charakteren und Schauplätzen reicher Roman.

Sommer 1990: Gregor Packer, Krankenpfleger in einer psychiatrischen Klinik in Ostdeutschland, wird als Informeller Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit enttarnt und flieht panisch.
Während seiner Flucht irrt er durch Indien, schließt sich einer Expedition auf der Suche nach Atlantis an, erleidet Schiffbruch im Indischen Ozean und gelangt nach Tansania, wo er die Tochter eines Slumlords heiratet. Nachdem Gregor Packer wieder nach Deutschland zurückgekehrt ist, arbeitet er als Kaufhausdetektiv in Berlin. Er ist mit seinem Leben zufrieden, bis er seinen Führungsoffizier wiedertrifft.

Amazon, Renneritz Verlag