Neu: Tonatiuh oder Apokalypse in Pasewalk

Mit oder ohne Weltuntergang. Es sind aufregende Zeiten in denen wir leben, also habe ich mir erlaubt ein aufregendes Buch darüber zu schreiben. Das in einem aufregenden Verlag zu publizieren mir möglich war. Tonatiuh oder Apokalypse in Pasewalk“ gibt es in den bekannten Formaten an allen wohlsortierten Bahnhofsbuchhandlungen (Amazon, Hugendubel, Thalia) und auf der Verlagswebseite des Periplaneta Verlags in Berlin. Außerdem hoffentlich bald in Pasewalk. Der stillen Heldin meiner Erzählung.

„Tonatiuh oder Apokalypse in Pasewalk“ unterscheidet sich in vielem von meinem Debütroman „Der Denunziant“. Der Held ist diesmal ein bekannter Sportjournalist, dessen letzte berufliche Chance, nach steilem Abstieg, ausgerechnet in einer Berichterstattung zu einem natürlich nicht stattfindenden „Weltuntergang“ liegt. Die Handlung spielt in der ostdeutschen Kleinstadt Pasewalk im Jahre 2023. Der Roman handelt von der Vergeblichkeit der menschlichen Existenz. Von den unerfüllbaren Aufgaben, vom ewigen Streben und dem Verlangen nach Erlösung. Von Sisiphos und Don Quijote, von den nackten Kaisern und Hinz und Kunz. Das ist mein Buch. Ein Buch über das Scheitern. Aber nicht aus Unvermögen, sondern weil es nie etwas zu gewinnen gab. Das ist ein Unterschied. Banal.

Die grundsätzliche Möglichkeit eines „Weltuntergangs“ beziehungsweise einer Vernichtung intelligenten Lebens auf der Erde

Die grundsätzliche Möglichkeit eines „Weltuntergangs“ beziehungsweise einer Vernichtung intelligenten Lebens auf der Erde ist real. Da kann man ganz ernsthaft die verschiedenen Varianten durchspielen: Atomkrieg, Pandemie, Klimakatastrophe durch Erwärmung oder Abkühlung, Mega-Vulkanausbrüche, Graue Schmiere, oder eine ganze Reihe aus den Tiefen des Weltraums drohender Gefahren. Ganz klassisch der Einschlag eines Meteoriten, Gammablitze oder das Eintreten der Erde in eine Dunkelwolke. Führt alles unter Umständen zur Extinktion der Menschheit. Ganz sicher aber wird die Erde aber durch die Verwandlung der Sonne in einen Roten Riesen ausgelöscht. Verbrannt, um genau zu sein.

In meinem Roman „Tonatiuh oder Apokalypse in Pasewalk“droht der Weltuntergang allerdings aus dem Ende des aztekischen bzw. des Maya-Kalenders. Und das ist natürlich Blödsinn.

Im Hintergrund der Abstiegsgeschichte des Konrad Fall, interessierte mich wie es ein Nicht-Ereignis, ein von Esoterikern herbeifantasierter „Weltuntergang“, der, wie gesagt, angeblich durch das Ende des Kalenders eines alten mittelamerikanischen Kulturvolkes ausgelöst würde, es als ein Top-Nachricht in Tagesschau, Mittagsmagazin und andere renommierte Medienformate schaffen konnte.

Warum machen sich die Kamerateams verzweifelt auf die Suche, um irgendjemanden zu finden, der was Absonderliches über einen „Weltuntergang“, der nicht stattfindet, in die Kamera spricht?

„Tonatiuh oder Apokalypse in Pasewalk“ erzählt vor diesem Hintergrund die Geschichte des beruflich und privat gestrauchelten Sportmoderators Konrad Fall, dessen allerletzte Karriere-Chance an einer erfolgreichen Berichterstattung von eben diesem Weltuntergang abhängt. Die Sache endet Tragisch, wie Sie sich denken können. Konrad Fall kann gar keinen Erfolg haben. Er ist ein moderner Don Quijote.

Und natürlich tobt der Geschlechterkampf

Und natürlich tobt der Geschlechterkampf, es tobt immer der Geschlechterkampf. Konrad Falls Ex-Frau Britta Hochstieg ist am Ende diejenige, die das Leichentuch über den ehemals berühmten Sportjournalisten wirft. Aber das muss nicht viel heißen.

Der Roman ermöglicht den Blick auf 3 Dinge: auf die moderne Arbeitswelt, das offenbare Bedürfnis nach „Weltuntergang“, nach „Reinigung“, nach „Erlösung“. Der Roman bietet außerdem Gelegenheit sich dem Gedanken an das eigene Ende und das Ende von allem und jedem zu stellen.

Entgegen anderslautender Nachrichten erscheint dem Menschen die eigene Sterblichkeit meist als ein unwahrscheinliches Zukunftsszenario. Wir halten uns merkwürdigerweise für unsterblich.