„Tonatihu oder Apokalypse in Pasewalk“ Autor beginnt Marketing Feldzug im rbb Fernsehen

Normalerweise sind da wo ich bin wenig Kameras. In den letzten Wochen saß ich nämlich am Schreibtisch und habe an meinem neuen Roman „Tonatiuh oder Apokalypse in Pasewalk“ für den Berliner Independent Verlag Periplaneta gearbeitet. Jetzt ist er fertig. Von meiner Seite jedenfalls. Wenn alles gut geht, kommt er im Herbst raus.

„Tonatiuh oder Apokalypse in Pasewalk“ ist ein Zukunftsroman, der im Jahr 2023 spielt und den beruflichen und privaten Abstieg Konrad Falls, eines bekannten TV-Sportreporters, erzählt. Das 2023 ist natürlich nicht so schön wie das Jahr 2019 , denn Deutschland ist aus dem Euro ausgestiegen und zur Goldmark zurückgekehrt, ein allmächtiges Contentmanagementsystem regelt den journalistischen Informationsfluß und in Polen drängt eine künstliche Intelligenz nutzlose Menschen aus dem Land. Dystopie muss sein, aber ansonsten scheint die Sonne, naja, gelegentlich. Wie in Wirklichkeit.

Unfähig mit der technischen Entwicklung in seinem Metier mitzuhalten und durch einen außer Kontrolle geratenen Alkoholkonsum, gerät der Hauptprotagonist ins berufliche Abseits. Konrad Fall ist nach seinem Rauswurf aus der Kanal 2-Sportredaktion, bei „Content Mafia 24“ angestellt, einem digitalen Mediendienstleister. Er ist eine völlige Fehlbesetzung.

Als Konrad Fall zur Berichterstattung über den angeblich bevorstehenden und durch einen aztekischen Kalender vorhergesagten Weltuntergang nach Pasewalk abgestellt wird, ist seine journalistische Demütigung perfekt. Über ein nicht stattfindendes Ereignis, über das Nichts, aus einer ihm unbekannten Kleinstadt, berichten zu müssen, wird zur beruflichen und existentiellen Bedrohung für den ehemals berühmten Sportmoderator.

Er setzt alles daran in Pasewalk die Welt wenigstens ein bisschen untergehen zu lassen. Um mit einer perfekten Medienkampagne über das Nichts, seinen beruflichen Wiederaufstieg einzuläuten. Er findet im insolvenzbedrohten Bestattungsunternehmer Pölke einen hilfsbereiten Kompangon. Zusammen veranstalten sie die „Apokalypse in Pasewalk“.

Erste Passagen aus „Tonatihu oder Apokalypse in Pasewalk“ werde ich am 12.Juli 2019 im Periplaneta Literaturcafe in der Bornholmerstr.81 lesen. Dazu vorraussichtlich Gedichte der Prenzlauer Berg Connection in einem Looper zerlegen: Thomas Brasch, Bert Papenfuss und Sascha Anderson. Dazu wird ein bunter Strauß an Tucholsky und Brecht Liedern von Torsten Hamperl missinterpretiert.